Freitag, 9. Oktober 2015

Narzisstische Schuldgefühlerzeugung

Um das Opfer zu sich hin zu manipulieren, kann ein Aggressor in ihm Schuldgefühle zu erzeugen versuchen.

Das Opfer wird über das Erzeugen von Schuldgefühlen sogar schon vor der Zusage/ Bereitschaft zur Intensivierung der Verbindung hineingedrängt in das Fühlen von Schuld. Selbst wenn das Opfer dieses Spiel durchschaut, ist es nicht frei davon, dass die eingeflößten Schuldgefühle unterschwellig wirken und manipulieren können. 

Der Manipulator wirft dem Opfer zum Beispiel vor, eine Verabredung nicht zugelassen zu haben oder nicht ans Telefon gegangen zu sein oder Handynachrichten nicht beantwortet zu haben. Er wirft ihm auch vor, nicht genügend Dank gezeigt zu haben oder zu wenig Vertrauen in ihn zu zeigen, was eine tiefere Verbindung, die er sich aber so wünscht, selbstredlich unmöglich macht. Oder er terrorisiert unter dem Deckmantel der Sorge, indem er den "AB sogar beschimpft", wenn das Opfer einmal nicht erreichbar ist. 

Wenn er merkt, dass das Opfer, sich dennoch nicht an ihn binden will, erhöht er die Repressalien über die Verbreitung schlechter Stimmung, vorgegaukelter Depression, Unwohlseinsbekundungen, Benennung von Frustration, Sehnsucht oder Verletztheit. Schuld an all dem ist das Opfer, was er so direkt aber auch nicht ausspricht, eher selten oder mit Sätzen wie: "Das werde ich Dir nie verzeihen!".

Das Opfer kann ihm auch immer wieder erklären, dass seine angeblichen Gefühle, wie z. B. Sehnsucht, sehr viel Druck aufbauen, mit Liebe auch irgendwie nicht wirklich etwas zu tun haben. Das sieht er nicht ein, er spult einfach weiterhin sein manipulatives Programm ab. Er versucht das Opfer dann sogar noch davon zu überzeugen, dass Sehnsucht zur Liebe gehört. Wenn das Opfer ihn nicht vermisse, könne es ihn nicht lieben, so muss das wohl sein. Auch hier ist die Schuld in der emotionalen Repressalie versteckt.

Willigt das Opfer dann irgendwie, ja keineswegs ganz freiwillig, vielleicht noch, weil all die vorgegebenen Gefühle dem Opfer auch schmeicheln, in die Vertiefung der Verbindung ein, dann startet gleichsam die Vertiefung des perversen Spiels. Willigt das Opfer aber nur ein, um unbewusst, all den Schuldgefühlen zu entfliehen? 

Jaaa, es fragt sich, wie sich ein Aggressor wohl "fühlt", wenn er doch genau weiß, dass jemand nicht wirklich freiwillig an ihn gebunden ist, lediglich weil Manipulation stattgefunden hat. Die Trophäe ergattert zu haben, es ist, wie einen Besitz zu erwirtschaften, Glück erzeugt das nicht, allenfalls einen kurzweiligen Machtkick? 




Fortsetzung folgt ...

... denn die Anstrengung, die ihm ein Opfer abgerungen hat, das sich nicht sofort binden wollte, die verdient eine dringende Strafe ...









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